Auf der Spurensuche nach Latztauben und Brüstern
Wenn man Beschreibungen der brüsterartigen Farbentauben aus dem 19. Jahrhundert liest, fällt auf, dass Rot (oder Braun) und Gelb immer zuerst und typischer genannt werden als Schwarz. Das hat seinen Grund in der unterschiedlich starken Wirkung auf die Pigmente. Dadurch hatten rot und Gelb Vorteile und bildeten die ersten Farbschläge der Brüstergesellschaft.
Die Säumung von Flügeln, Schwanz und Unterkörper verlor sich mit jeder Mauser mehr. Das hatte jedoch auch Auswirkung auf die satt verlangte Vorderpartie. Das wohl rezessive Rot vor allem schwand so mit dahin. Nun kreuzte man dominant rote Tauben ein - mit gutem Erfolg. Die Sache brauchte verständlicherweise Jahrzehnte und veränderte den Farbton.
Autor: Christian Reichenbach
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