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Die Esel sind los

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Am Pfingstsonntag war es in der Alten Mühle in Kirchdorf (bei Bad Wörishofen) wieder soweit. Das größte Eseltreffen im süddeutschen Raum wurde unter der Initiative von Gudrun Marquardt zum neunten Mal durchgeführt. Es hat sich herumgesprochen, dass auf diesem Treffen unheimlich viel abgeht – der Besucherandrang war enorm. Dabei steht nicht nur der Esel im Mittelpunkt, auch das ganze Drum und Dran hat einen zentralen Stellenwert inklusive dem gemütlichen Teil mit Speis und Trank im Hof der Alten Mühle bei bayerischer Blasmusik.

 

Laut Veranstalterin genießt der Esel ein sehr hohes Ansehen in der Bibel. Er ist neben der Schlange das einzige Tier, von dem erzählt wird, dass zu einem Menschen gesprochen hat. Aus diesem Grund ist es auf dem Eseltreffen guter Brauch, dass der Festtag mit einem kleinen Festumzug und der Eselsegnung vor der Kirche begonnen wird.

 

Danach geht es in die Vollen. Das große Eselturnier steht auf dem Programm. Es ist eine Gehorsam- und Geschicklichkeitsprüfung. Dabei gilt es einen Parcours mit unterschiedlichen Hindernissen fehlerfrei zu überwinden. Den Anfang macht ein Slalomlauf, den jeder Esel locker packt. Keine Probleme bereitet der Sprung, doch der Wassergraben wird so manchem Esel bereits zum Verhängnis. Was er nicht kennt, überquert er nicht. Da hilft keine Zureden und kein Schieben. Das Publikum johlt, wenn der Eselbesitzer alle Überredungskunst anwenden muss, um den Esel zu überzeugen, das Hindernis zu meistern (oder auch nicht).


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